GRAF speichert Wasser für gräfliche Blumen

Gärtnerei Gräfin von Zeppelin nutzt zwei Kunststofftanks Carat XXL mit 144.000 l Volumen zum Bewässern

Zusammenfassung:

Schon von Weitem grüßt die Besucher von Frühjahr bis in den Herbst ein bunter Blumenteppich. Auf 5 ha werden in der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin im Markgräfler Land winterharte Stauden herangezogen. Mehr als 2.500 Arten und Sorten werden in der Gärtnerei vor Ort in Sulzburg-Laufen und dem eigenen Versandhandel verkauft. Neben Wasser aus eigenen Quellen wird das Regenwasser der Gewächshäuser und Produktionsgebäude gespeichert. Die Dachentwässerung von zwei neu gebauten Gebäuden wird in zwei GRAF Kunststofftanks Carat XXL mit jeweils 72.000 l Fassungsvermögen gespeichert. 

Die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin zählt zu den ältesten und bekanntesten Gärtnereien in Deutschland. Auch wenn längst ergänzende Accessoires, Bücher, Gartengeräte und Gartenbekleidung angeboten werden, konzentriert sich das Team um Betriebsleiterin Michaela Rösler auf das, was seit nunmehr über 90 Jahren den Erfolg der Gärtnerei ausmacht: die außergewöhnliche Vielfalt und mehrfach ausgezeichnete Qualität der Stauden. Allen voran die 300 Sorten Schwertlilien, 150 verschiedene Pfingstrosen und 250 Sorten Taglilien.

Das Markgräflerland ist eine der sonnigsten und wärmsten Regionen Deutschlands mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von über 1.700 h pro Jahr. Trotz der guten Wachstumsbedingungen haben die zum Verkauf angebotenen Blumen auf den Pflanztischen einen hohen Wasserbedarf. Für die Bewässerung ist ein weitverzweigtes Netz entstanden, das aus eigenen Quellen und in Zisternen gespeichertem Regenwasser der Dachentwässerung gespeist wird. Dieses wird sukzessive erneuert und erweitert.

Auch die Verlaufsfläche wird ständig erneuert und erweitert. So wurden jüngst zwei Gebäude mit einem Grundriss von 44 x 14 m gebaut. Diese werden für die Produktion und den boomenden Versandhandel genutzt. Die Entwässerung der insgesamt etwa 1.500 m² Dachfläche der Gebäude erfolgt über DN-200-Sammelrohre an die beiden GRAF Erdtanks Carat XXL mit jeweils 72.000 l Fassungsvermögen. Darin werden bis zu 144.000 l Regenwasser gespeichert. Zudem wird die Drainageleitung zur Fassung des Hangwassers in die beiden Tanks geleitet – pro Stunde 6.000 l. Die beiden Tanks sind miteinander verbunden, um einen gleichmäßigen Wasserstand bei der Einspeisung und Entnahme zu gewährleisten.

Das benötigte Speichervolumen, die topografischen Gegebenheiten, die gewachsene Infrastruktur und die eingeschränkte Zuwegung im Ort und in der Gärtnerei stellten zunächst vermeintlich hohe Anforderungen an den Einbau der Tanks. Die Betriebsleiterin hat sich zusammen mit dem Planer Hans-Jochen Mönch und dem ausführenden örtlichen Betrieb Dörle Bau aus mehreren Gründen für die Kunststofftanks von GRAF entschieden.

Tanks in 40 min ohne Schwerlastkran eingehoben

Die beiden Tanks konnten ohne den Aufwand eines Sondertransports vor Ort transportiert und dort mit einem herkömmlichen Kran über ein Gebäude an den Einbauort gehoben werden. Aufgrund des geringen Gewichts der Kunststofftanks war, anders als bei Zisternen aus Beton oder Stahl, dazu kein Schwerlastkran notwendig. Dieser hätte aufgrund der beengten Zufahrt und der Standfestigkeit und Topografie des Geländes nicht eingesetzt werden können. Innerhalb von jeweils nur 20 min wurden die Tanks vom Lkw in die Baugrube gehoben.

Trotz des deutlich geringeren Gewichts gegenüber Tanks aus Beton und Stahl, ermöglicht die rippenförmige Konstruktion des Behälters eine hohe Stabilität. Der Kunststofftank GRAF Carat XXL kann bei einer Erdüberdeckung von nur 1 m von einem Lkw mit bis zu 40 t Fahrzeuggewicht überfahren werden.

Die aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten des Systems haben dem ausführenden Unternehmen Dörle Bau GmbH, Sulzburg, beim Einbau Zeit und Kosten gespart. Die Aushubarbeiten der Grube (19,55 x 9,40 x 3,80 m) in lockerem Lössboden, die Herstellung des Kiesbetts (3,60 m Tiefe) wurden in nur 3 Arbeitstagen ausgeführt.